Tote Mädchen schreiben keine Briefe


Gail Giles

Aus dem Amerikanischen von Eva Plorin

Thienemann, September 2011

176 Seiten, € 12,95

 

 

Sunnys Schwester Jazz ist tot. Doch dann taucht eine junge Frau auf, die aussieht wie Jazz, spricht wie Jazz und sogar die Erinnerungen der Familie teilt. Sunnys Eltern glauben an ein Wunder, doch sie selbst weiß aber, das ist nicht ihre tote Schwester. Das Buch hört sich am Anfang total mysteriös an und genau das ist es auch. Im Vordergrund steht Sunny, ihre Verwirrung und Unsicherheit, was sie für ihre Schwester fühlen soll, weil sie ihr ganzes Leben in deren Schatten stand und nie richtig wahrgenommen wurde. Sie ist mit ihrer gesamten Situation unzufrieden und muss lernen, sich selbst zu beweisen. Nach ihrem Tod kann sie nicht so trauern wie ihre Eltern, was die Familie in einen Interessenkonflikt bringt. Ihre Lage wird auch nach dem Auftauchen der angeblichen Schwester nicht leichter, auch wenn sich das Familienleben wieder einigermaßen normalisiert.  Mich hat die Geschichte gefesselt bis zum Schluss, den ich sehr schön fand, obwohl die ganze Geschichte noch sehr offen für Eigeninterpretation bleibt. Ich hatte aber trotzdem das Gefühl, das Sunny mit ihrer Schwester abschließen konnte, das fand ich sehr schön.

Johanna, 16 Jahre

 

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