Rebellen der Ewigkeit

Gerd Ruebenstrunk

ars edition, Januar 2012

416 Seiten, € 17,99

 

 

 

Wenn ich ehrlich bin, hat mich das Buch ein bisschen enttäuscht. Ich hab nämlich bis jetzt nur Gutes von Gerd Ruebenstrunk gehört  und deshalb mehr erwartet.

Am meisten enttäuscht haben mich leider die Charaktere. Sie sind nämlich die typischen unbezwingbaren Helden eines Fantasy-Buchs. Doch ich fand, sie waren zu stark, da ich das Gefühl hatte, sie lassen sich wirklich durch nichts aus der Ruhe bringen, selbst wenn sie schwere Verletzungen davontragen. Dadurch waren sie mir zu unrealistisch und fremd. Ich konnte nicht wirklich mit ihnen mitfühlen und dadurch hat das Buch wieder etwas an Spannung verloren, obwohl sie schon auf den ersten Seiten immer weiter wächst. Dort werden nämlich die einzelnen Charaktere und ihre Verbindung zu Tempus Fugit beschrieben. Bis zu dem schicksalhaften Augenblich, an dem sie auf einmal alle aufeinander treffen und sich anfreunden. Das wiederum fand ich sehr bewundernswert, wie der Autor es schafft  die Handlungsstränge in wenigen Sätzen so zu verbinden, dass man sie nicht mehr trennen kann. Außerdem fand ich es schön, dass es ausnahmsweise mal ein Buch war, das sich zwar mit der Zeit, aber eben nicht mit der Zeitreise, sondern mit dem Handel mit ihr beschäftigt. Das wird auch ziemlich genau beschrieben und trotzdem langweilen die Erklärungen zur Quantenphysik und dem ganzen System des Zeithandels nicht, da man manchmal das Gefühl hat mindestens so gespannt zu sein wie die Figuren, die ja zum Teil auch versuchen das Geheimnis zu ergründen. Allerdings fand ich auch das Ende, als alles aufgeklärt wird wieder ein bisschen kitschig. Es war mir alles ein bisschen zu klar und zu viel heile Welt.     Außerdem hat man eigentlich schon vorher gewusst, was kommt. Ein bisschen darüber hinweg getröstet hat mich die Sprache, da sie klar und sachlich, aber auch manchmal emotional und sehr genau war. So, wie die Situation gerade war.

Ein schönes Buch, das es trotz allem Wert ist, gelesen zu werden!!

Mona, 15 Jahre

 

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