Der Weg nach al-Andalus – Vom Leben eines Mannes auf der Suche nach dem großen Schatz und sich selbst

Der Weg nach al-Andalus - KLEIN

Martín Blasco

Aus dem Spanischen von Katharina Diestelmeier

Carlsen, April 2014

128 Seiten, € 12,90

ab 12 Jahre

 

 

Im 12. Jahrhundert hält sich der junge Yussuf  als Dieb in den Straßen Bagdads über Wasser. Als er ins Gefängnis gesteckt wird, erfährt er von einem der Gefängnisinsassen die Legende über den silbernen Stab, der jeden Gegenstand in pures Gold verwandeln soll. Besessen von dem Gedanken, diesen Stab zu besitzen, bricht Yussuf aus dem Gefängnis aus und macht sich auf die Suche nach ihm. Auf seinem Weg begegnet er vielen Menschen und Orten und gelangt schließlich zum Besitzer des goldenen Stabs: Abdu Rahman.

Beim Lesen der Geschichte hatte ich immer das Gefühl, als würde ich ein Märchen aus „Tausendundeiner Nacht“ lesen. Der Autor schafft es nämlich mit seinen Beschreibungen von Yussufs Umgebung und seinem Weg zum silbernen Stab genau das Gefühl hervorzurufen, das man beim Lesen eines orientalischen Märchens bekommt. Und wie in jedem guten orientalischen Märchen begegnet Yussuf vielen unterschiedlichen Menschen, die ihn zum Nachdenken bringen und ihn während der Handlung der Geschichte auch verändern. Die wundersamen Orte, die Yussuf auf seinem Weg besucht, sind anschaulich beschrieben, sodass der Leser ein gutes Vorstellungsvermögen von der Umgebung bekommt, in der Yussuf sich gerade befindet. Zudem ist diese Geschichte nicht nur eine Geschichte über Yussufs Weg zum silbernen Stab, sondern auch eine Geschichte über Selbstfindung und das Thema, was man im Leben wirklich will. Auch wenn das Thema Alchemie jetzt nicht so stark behandelt wurde wie erwartet, hat der Autor es trotzdem geschafft, diese mysterienreiche Wissenschaft in seinem Buch auf eine nachvollziehbare Art mit einzubinden.

Fazit: Eine wunderschöne Geschichte, die einen Platz in der Geschichtensammlung von „Tausendundeiner Nacht“ redlich verdient.

Johanna, 17 Jahre

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