Helden des Olymp – Haus des Hades (Band 4)

Helden des Olymp, Band 4- Das Haus des Hades KLEIN

Rick Riordan

Übersetzt von Gabriele Haefs

Carlsen, Oktober 2014

624 Seiten, € 17,90

ab 12 Jahren

 

 

Nachdem Percy und Annabeth durch einen Spalt in den Tartarus gefallen sind, machen sich die beiden auf die gefährliche Reise zu den Toren des Todes, um sie von innen zu verriegeln. Währenddessen machen sich ihre Freunde an der Erdoberfläche auf den Weg zu dem oberirdischen Eingang der Tore des Todes, um sie auch von außen zu verriegeln und damit Gaias Armeen endgültig aufzuhalten. Doch seit Annabeth und Percy die Gruppe verlassen haben, ist die Stimmung  zwischen Jason, Piper, Hazel, Leo und Frank  aufs Äußerste angespannt und alle Fünf werden immer wieder von Selbstzweifeln geplagt. Werden sie es trotz aller Widrigkeiten rechtzeitig schaffen, zu den Toren des Todes zu gelangen, Percy und Annabeth zu retten und Gaias Armeen aufzuhalten?

Schon von Beginn an merkt der Leser, dass ohne Percy und Annabeth die Gruppe an Zusammenhalt verliert. Auch wenn Jason als Sohn des Zeus kurzerhand in die Anführer-Rolle geschlüpft ist, fällt es ihm anfangs schwer, dieser auch gerecht zu werden. Das liegt vor allem auch daran, dass er in einem inneren Konflikt steckt. Soll er nach der Mission ins Camp Jupiter, in das er fast sein gesamtes Leben verbracht hat, zurückkehren oder nach Camp Half-Blood? Doch nicht nur Jason, auch der Rest der Truppe wird immer wieder von Zweifeln geplagt, ob sie wirklich mächtig genug sind, Gaias Armeen aufzuhalten.

Da alle im Verlauf der Geschichte lernen zu ihren Schwächen zu stehen, oder auch sogar sie zu besiegen, bekommt jeder der Freunde während der Geschichte einen Schub an Sebstbewusstsein. Der, der dabei am meisten profitiert ist diesmal eindeutig Frank, der lernt, seine Angst vor seinem gefährdeten Leben zu besiegen. Aber auch Leo, der ja als Einziger in dieser Geschichte noch keine Freundin hat und sich als Außenseiter der Gemeinschaft fühlt, verändert sich in diesem Buch deutlich, wobei eine alte Göttin, auf die man schon in den vorherigen Büchern getroffen ist, dabei keine allzu unwichtige Rolle spielt.

Was mich aber am meisten überrascht und erstaunt hat, ist der Grund für Nicos seltsames Benehmen. Dadurch ist es mir leichter gefallen seine Person nachzuvollziehen und warum er sich immer von den anderen abschirmt. Während also Percy und Annabeths Freunde an der Erdoberfläche nicht nur gegen gefährliche  Monster und verrückte Götter, sondern auch noch gegen ihre inneren Konflikte kämpfen müssen, versuchen die beiden im Tartarus irgendwie am Leben zu bleiben. Denn dieser ist in diesem Buch wahrlich als die pure Hölle beschrieben. Die Vorstellung, dass man sich den Tartarus wie den Körper eines Gottes vorstellen soll, fand ich dann aber doch recht amüsant, auch wenn es ein sehr gefährlicher und hässlicher Ort ist. Wie auch oben treffen Percy und Annabeth im Tartarus sowohl alte als auch neue Monster. Besonders niedlich und lustig fand ich, dass der Autor den trotteligen, aber auch irgendwie liebenswerten Titanen „Bob“, in die Geschichte mit eingebaut hat, der Percy und Annabeth hilft, im Tartarus zu überleben. Die Vorstellung von einem riesigen Titanen in einem Blaumann, der im Reich des Hades als Hausmeister dient, lockert wirklich jede gefährliche Situation auf.

Spannend ist natürlich immer mitzuerleben, wie die fünf Freunde, Percy und Annabeth es schaffen, zu den Toren des Todes zu gelangen, wobei sowohl die Monster, als auch die verrückten Götter auf die sie treffen, für die nötigen Lacher sorgen. Der Schluss des Buches steigert auf jeden Fall die Lust auf den nächsten Band und die Neugier, was wohl in diesem passieren wird.

Johanna, 17 Jahre

 

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