Erst wirst du verrückt und dann ein Schmetterling

30394_Kuyper_ErstWirstDuVerrueckt_US_FINAL.indd

Sjoerd Kuyper

Aus dem Niederländischen von Eva Schweikart

Gabriel, 09. März 2015

256 Seiten, € 14,99

ab 12 Jahre

 

 

 

Der 13-jährige Kos ist ein leidenschaftlicher Fußballer und verliebt in Isabel. Zusammen mit seinen drei Schwestern und seinem Vater lebt er im „Hotel Große L“. Als sein Vater bei einem von Kos Spielen einen Herzinfarkt bekommt und ins Krankenhaus muss, müssen sich Kos und seine Schwestern allein um den Betrieb im Hotel kümmern. Das gestaltet sich schwieriger als erwartet. Nicht nur, dass wegen des schlechten Service immer mehr Gäste das Hotel verlassen, sondern auch weil das Hotel große Schulden hat. Der einzige Ausweg scheint die Miss Nordsee-Wahl zu sein, bei der am Ende ein hohes Preisgeld winkt. So muss Kos sich nicht nur überlegen, wie er es schaffen soll, Isabel zu küssen, sondern auch noch sein Zuhause zu retten.

Was mich während des Lesens etwas irritiert hat, waren die Zeitsprünge, die in manchen Kapiteln gemacht wurden.  Zum Beispiel beschreibt Kos in einem Moment, was gerade an dem heutigen Tag passiert ist, um dann unerwartet zu den Geschehnissen von gestern zu wechseln. Dadurch kann man leicht die Orientierung verlieren. Die Zwischenkommentare, die von Isabel während des Geschehens kommen, finde ich ganz nett, sind aber für die Geschichte unnötig. Man bekommt zwar dadurch einen Einblick wie Isabel Kos begegnet und was sie über ihn denkt, aber da es in dem Buch hauptsächlich um Kos und seine Probleme geht, hätte man auch gut darauf verzichten können. Was allerdings positiv auffällt ist die Beziehung zwischen Kos und seinen drei Schwestern, die ihn, neben dem Vater, als männlichen Kontrapunkt in der Familie nicht für ganz voll nehmen und am Anfang auch äußerst dominant ihm gegenüber auftreten. Dies ändert sich jedoch im Verlaufe der Geschichte, als sie merken, dass sie ihr Zuhause nur gemeinsam retten können und es manchmal sehr witzig und toll sein kann, einen Bruder zu haben.

Auch die Nebencharaktere, wie Walput, der Koch des Hotels und die Fußballmannschaft aus Tuvalu bringen einen gewissen Charme in die Geschichte und sorgen für eine humorvolle und heitere Atmosphäre. Natürlich kommt das Thema Liebe in diesem Buch nicht zu kurz. Es ist witzig mitzuerleben, wie Kos versucht Isabel für sich zu gewinnen und es mehrere Male kolossal vermasselt. Ebenso bleiben Kos Schwestern nicht von der Liebe unberührt, sodass er mit seinem Liebeswirrwarr nicht alleine ist. Auch wenn das Buch aufgrund des eher kitschigen Covers eher abschreckend auf Jungs wirken könnte, würde ich das Buch auf jeden Fall der männlichen Leserschaft empfehlen, da sich Jungs sicherlich gut in Kos hineinversetzen werden. (erst Recht, wenn er verliebt ist und weiß, wie es ist neben seinem Vater der einzige Mann im Haus zu sein ;)).

Johanna, 17 Jahre

 

Dieser Beitrag wurde unter Rezensionen von Jugendlichen veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.