Denkzettel – Wenn Dein Albtraum wahr wird

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Danielle Bakhuis

Aus dem Niederländischen von Sonja Fiedler-Tresp

Arena Verlag, 2015

264 Seiten, € 12,99

ab 14 Jahren

 

 

Jade bekommt an ihrem ersten Tag im neuen Schuljahr einen Riesen-Schock: Zoe, das Mädchen, das sie vor vier Jahren gemobbt hat, ist wieder da! Doch aus dem grauen Mäuschen von damals ist ein wunderschönes, selbstbewusstes Mädchen geworden. Jade fürchtet sich davor, dass Zoe an ihr Rache nehmen könnte. Und tatsächlich beginnt auf einmal jemand, ihr Drohbriefe zu schreiben…

Das Thema Mobbing wurde in der Jugendbuchliteratur schon oft thematisiert. Doch was geht in einem ehemaligen Mobber/-in vor, wenn das Mädchen, dass er/sie früher einmal gemobbt hat, nun wieder auftaucht und sich als schöner, selbstbewusster Schwan entpuppt? Die Antwort darauf liefert dieses Buch, das einen von der ersten bis zur letzten Seite fesselt. Dabei wird immer abgewechselt zwischen der Gegenwart und den Geschehnissen von vor vier Jahren.

Schon gleich zu Beginn merkt man, dass Jades Leben nicht gut verläuft, da es Probleme innerhalb ihrer Familie gibt. Mit Zoe tritt aber der wichtigste Konfliktfaktor in Jades Leben auf, denn sie fürchtet sich sehr vor deren Rache, da sie sie früher mit ihren damaligen Freundinnen Nicki und Babet fies gemobbt hat. Auch wenn Jade kein Charakter ist, mit dem man sympathisieren kann, da sie in diesem Fall die Täterin und nicht das Opfer ist, beginnt man dennoch so etwas wie Mitleid für sie zu empfinden, als ihr Leben durch die Drohbriefe und andere Aktionen eine für sie traurige Wendung nimmt. Denn es bleibt nicht nur bei den Drohbriefen, im Verlaufe der Handlung passieren Jade Dinge, wie dass ihre Hose mit Sirup vollgeschmiert wird oder dass Zoe beginnt, sich mit ihrer besten Freundin Finn anzufreunden. Doch ist das insgesamt betrachtet nichts im Vergleich zu dem, welche Grausamkeiten Jade und ihre Freundinnen Zoe angetan haben, was in Rückblenden wird offenbart wird. Was in dem Buch auch kurz thematisiert wird ist, wie die Mobber (Jade, Babet und Nicki) nach vier Jahren auf ihre Gemeinheiten von damals zurückblicken. Was Jade am meisten im Weg steht, ist, dass sie sich nicht traut, ihrer Freundin Finn die Wahrheit über ihre Mobber-Vergangenheit anzuvertrauen, da diese früher auch gemobbt wurde. Aber auch sonst versucht Jade ihre Gefühle zu unterdrücken und sich nichts anmerken zu lassen. Ihre Schwester Sofie wird in dieser Zeit ihre größte Vertraute, da sie die Erste ist, der sie sich anvertraut.

Fazit: Es ist ein lesenswertes Buch, da es aus der Sicht einer ehemaligen Mobberin ist, die mit ihren Erlebnissen von damals konfrontiert wird und damit umgehen muss. Zudem sorgt das überraschende Ende für die richtige Portion an Spannung.

Johanna, 18 Jahre

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