Eve & Adam

Adam und Eva Klein

Michael Grant und Katherine Applegate   

Aus dem amerikanischen Englisch von Wolfram Ströle

Ravensburger Verlag, Dezember 2013

352 Seiten, € 16,99

ab 14 Jahre

 

 

Nachdem die siebzehnjährige Eve einen schweren Unfall hatte und in die luxuriöse Spezialklinik ihrer Mutter eingeliefert wurde, erhält sie  zum Zeitvertreib von ihr die Aufgabe, den perfekten Menschen  zu erschaffen. Eve entscheidet sich dafür, einen Jungen zu kreieren und nennt ihn Adam. Der Schock ist allerdings groß, als ihre Computersimulation von Adam in Fleisch und Blut vor ihr steht. Eve fühlt sich sehr von Adam angezogen, doch eine Frage lässt sie dabei nicht los: Wie konnte Adam lebendig werden?

Für mich ist dieses Buch leichte Unterhaltung gewesen, weil keine richtige Spannung aufkommt und es auch sonst nicht vielschichtig war. Die Idee allerdings, einen Jungen zu erschaffen, der dann auch noch in Fleisch und Blut vor einem steht, fand ich clever von dem Autorenpaar. Wie viele Mädchen auf der Welt wünschen sich nicht einen perfekten Jungen, der genau die Werte erfüllt, die sie sich von ihm wünschen? Eve bekommt in dieser Geschichte die Chance dazu. Sie darf sich das Geschlecht aussuchen, wie er aussieht und welche Charakterstärken und Schwächen er hat. Das Ganze hat mich sehr an das Computerspiel „Sims“ erinnert, wo man sich auch seinen eigenen Menschen erschaffen kann. Allerdings würde vermutlich jeder einen großen Schock bekommen, wenn eines Tages die eigene Sims-Kreation in Fleisch und Blut vor ihm stünde. Diese Idee ist eigentlich das Einzige, was das Buch interessant macht, den Rest fand ich nicht richtig fesselnd. Der Handlungsablauf, der neben der Erschaffung von Adam passiert, scheinen nur so nebenbei zu geschehen. Das Buch greift allerdings auch ein paar biblische Aspekte auf (kein Wunder, wenn es in dem Buch um das Paar Eve und Adam! geht). Zum Beispiel muss sich Eve bei der Erschaffung von Adam oft fragen, wie er aussehen soll, ob er klug sein darf oder nicht, was seine Augenfarbe sein und ob er viele Schwächen oder Stärken haben soll. Eve wird in der Geschichte also quasi zum „Gott“, der Adam erschafft.          Fazit: Ein leichter Science-Fiction-Roman den man lesen kann, aber nicht unbedingt muss.

Johanna, 16 Jahre

 

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