Ach wie gut, dass niemand weiß

Ach wie gut dass niemand weiss von Alexa Hennig von Lange

Alexa Henning von Lange

cbt, April 2014

400 Seiten, € 14,99

ab 14 Jahre

 

 

 

Als Sina auf dem Parkplatz eines KFC-Restaurants auf Noah trifft, ist es um sie geschehen. Augenblicklich verknallt sie sich in den gutaussehenden Jungen. Doch ihre Liebe scheint aussichtslos, ist Sina doch ein Mädchen aus gutem Hause und zudem noch Tochter des Oberstaatsanwaltes, während Noah aus dem kriminellen Viertel stammt, vor dem Sina von ihrem Vater immer gewarnt wurde. Dennoch versuchen sie gegen alle Widerstände zusammen zu sein, wobei die Tatsache, dass Noah unter Mordverdacht steht die Situation  schwieriger macht, als man sich vorstellen kann.

Eine moderne Romeo-und-Julia-Lovestory. Man hat hier genau wie in dem Drama von Shakespeare zwei Individuen, die auf den ersten Blick gar nichts gemeinsam haben. Doch das erste Treffen verändert alles, vor allem Sinas Sichtweise auf ihr Leben und ihre Umgebung. Da sie die Tochter des Oberstaatsanwaltes ist, hat sie immer in Furcht vor den Leuten aus dem berüchtigten, gefährlichen Viertel von der anderen Seite des Kanals gelebt. Doch dies ändert sich, als sie Noah kennenlernt und sie bemerkt, dass nicht alle Leute das sind, was sie auf den ersten Blick scheinen. Genauso geht es ihr mit ihren Freundinnen, bei der sie ganz schnell lernen muss, welche im Ernstfall zu ihr halten würden und welche nicht. Denn ihre Liebe zu Noah gefährdet ihr ganzes bisheriges Leben, weswegen sie oft Gewissensbisse plagen, wenn sie wegen Noah lügen muss. Einen Schuss Spannung bekommt das ganze durch den Verdacht, dass Noah jemanden umgebracht haben könnte, was Sina in eine noch tiefere Zwickmühle hineinzieht, denn durch ihre Liebe zu Noah könnte der gute Ruf ihrer Familie und erst recht der ihres Vaters zerstört werden. Zwar fand ich die Geschichte an einigen Stellen etwas kitschig geschrieben, allerdings hat es die Autorin geschafft mit dem Kitsch nicht zu übertreiben. Ich würde das Buch jedem empfehlen, der mal wieder Lust auf eine modernere Version von Romeo und Julia verspürt.

Johanna, 17 Jahre

Dieser Beitrag wurde unter Rezensionen von Jugendlichen veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.