Chroniken der Unterwelt – City of Heavenly Fire (Band 6)

City of Fire KLEIN

Cassandra Clare

Aus dem Amerikanischen von Franca Fritz und Heinrich Koop

Arena, Februar 2015

896 Seiten, € 24,99

ab 14 Jahren

 

Jace konnte gerettet werden und trägt nun das Himmlische Feuer in sich. Doch Sebastian lässt mit einem Gegenschlag nicht lange auf sich warten. Er will sämtliche Schattenjäger zu „Erdunkelten“ machen und die Welt zerstören, nur um sie dann nach seinen Vorstellungen neu aufzubauen. Dafür ist ihm jedes Mittel recht. Clary und ihre Freunde müssen nun alles daransetzen Sebastian aufzuhalten, um das Ende der Welt, wie sie sie kennen, zu verhindern.

Mit City of Heavenly Fire geht eine Sensations-Bestseller-Reihe zu Ende. Daher ist es nur natürlich, dass die Autorin im letzten Band ihrer genialen Reihe noch einmal mit allem aufbietet, was die Chroniken der Unterwelt zu bieten hat. Es gibt daher noch mehr Spannung, Action, Liebe und blutige Szenen als sonst. Vor allem durch Sebastian bekommt das Buch seinen spannenden Höhepunkt. Hat man im letzten Buch noch an manchen Stellen gedacht, dass er vielleicht doch ein Fünkchen Menschlichkeit in sich besitzt, so wird dieser Verdacht in diesem Band vollends aus dem Weg geräumt.     Vielmehr hat man den Eindruck dass Sebastians Wahnsinn nun in die Unendlichkeit geht.

Nie zuvor habe ich in der literarischen Welt einen Bösewicht getroffen, der so skrupellos, kalt, unmenschlich und unberechenbar ist wie Sebastian. Dementsprechend scheinen die Schwierigkeiten, mit denen Clary, ihre Freunde und ihre Familie konfrontiert werden unüberwindbar. Nur Jace, der das Himmlische Feuer in sich trägt, besitzt die Waffe, Sebastian zu vernichten. Doch an Sebastian ranzukommen, ist schwieriger als gedacht.

Im letzten Band trifft man aber nicht nur auf alte Freunde, sondern mit Emma und den Blackthorn- Geschwistern auch auf neue Charaktere. Was ich raffiniert von der Autorin finde, ist, dass zwei Charaktere aus ihrer Chroniken der Schattenjäger-Reihe einen Gastauftritt im letzten Band bekommen, von denen wir bereits einen, (ohne es zu wissen), schon lange durch die Chroniken der Unterwelten-Reihe kennen ;).                                   Doch das ist nicht das einzige Überraschende in diesem Band. Figuren, die man schon einige Zeit kennt sterben, neue Bündnisse werden geschlossen, überraschende Enthüllungen werden gemacht und eine Nebenfigur durchläuft eine überraschende Wandlung.

Es gibt aber auch einige amüsante wie traurige Augenblicke: Magnus muss sich mit seinem Liebeskummer wegen Alec auseinandersetzen. Vor allem hier merkt man, dass Magnus an sich arbeiten muss, wenn er Alec nicht ganz verlieren will. Aber auch Clary und Jace haben noch einige Probleme, da sie sich wegen des Himmlischen Feuers körperlich nicht lange nahe sein können, zudem Jace noch immer nicht weiß, wie er das Himmlische Feuer kontrollieren kann.

Somit gibt es noch einige ungeklärte und unvollendete Dinge in der Reihe, die aber im letztlich zu einem schlüssigen Ende geführt werden. Dieses Buch ist auf jeden Fall der spannendste, nervenaufreibendste und romantischste Teil, den es von den Chroniken der Unterwelt-Reihe gibt. Mit City of Heavenly Fire hat Cassandra Clare es geschafft, diese Reihe zu einem würdigen Abschluss zu bringen. Und wer weiß, vielleicht treffen wir Clary und ihre Freunde ja doch irgendwann mal wieder. Dass sie mit der Nebenprotagonistin Emma und den Blackthorn-Geschwistern neue Charaktere in die Reihe gebracht hat, lässt mich (und möglicherweise auch die anderen Fans dieser Reihe) hoffen, dass Cassandra Clare noch nicht ganz mit der Schattenwelt-Reihe abgeschlossen hat.

Johanna, 18 Jahre

Dieser Beitrag wurde unter Rezensionen von Jugendlichen veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.