Sternschnuppenblicke

Ilke S. Prick

Planet Girl, Januar 2011

256 Seiten, € 13,90

ab 13 Jahre

Von diesem Buch habe ich Besseres erwartet, denn die Autorin hat schon viele gute Bücher geschrieben. Zu diesen zählt dieses Buch allerdings nicht. Es ist ein klischeereiches, nicht besonders anspruchsvolles und tiefgreifendes Mädchenbuch, das mit seiner völlig unpassenden Erzählweise anfangs sehr irritiert. Der Schreibstil erinnert zuerst eher an einen Krimi als einen Liebesroman, der vergeblich versucht, Spannung aufzubauen. Hierzu dienen besonders Pro- und Epilog, die sich von der Handlung her fast gar nicht auf das Buch beziehen und auch sonst sinnlos sind. Das eigentliche Thema des Buches, Nicolas Stiefvater und Vater, steht nur am Anfang und Schluss im Mittelpunkt, ansonsten geht es um Nicolas mit Klischees gespickten Wandel von der oberflächlichen Großstadtzicke zum liebenswerten Landmädchen. Auch das ist oft nicht ganz nachvollziehbar, denn sind die Dorfbewohner etwa so ohne Stolz, dass sie Nicola mit offenen Armen aufnehmen, obwohl diese sie mit Arroganz und Verachtung straft? Außerdem haben mir das Cover und der Buchtitel nicht gefallen, da sie nicht zur Geschichte passen und sehr „girliemäßig“ wirken.

Ich denke, Sternschnuppenblicke ist ein Buch, das man nicht unbedingt gelesen haben muss, sondern andere Bücher von Ilke S. Prick stattdessen vorziehen sollte.

Isabel, 14 Jahre

 

 

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