Vango

Timothée de Fombelle

Aus dem Französischen von Tobias Scheffel und Sabine Grebing

Gerstenberg, Juni 2011

400 Seiten, € 16,95

ab 12 Jahre

 

Wer ist Vango? Wer verfolgt ihn so erbarmungslos, dass sogar alle, die ihm nahestehen, in Gefahr geraten? Diese zwei Fragen ziehen sich durch den Roman Vango – Zwischen Himmel und Erde von Timothée de Fombelle.

Pater Jean wird in Paris ermordert. Sterbend schreibt er „Fugere Vango“, d.h. „Vango, flieh!“ auf den Schreibtisch. Die Pariser Polizei nimmt diesen Befehl als Hinweis auf den Täter und möchte  Vango verhaften. Dieser wartet auf dem Platz vor der Kirche Notre-Dame auf seine Priesterweihe, als ein Schuss fällt, der ihm gilt. Vango flieht vor dem Schützen, aber auch vor der Polizei. Er weiß nicht, wer ihm nach dem Leben trachtet und warum. Auch seine Freunde und Helfer geraten in Gefahr. Die Geschichte spielt in den Jahren um 1934, auch die politische Situation spielt eine Rolle. Sein Freund Eckener wird von den Nationalsozialisten kritisch beobachtet. Die Feinde Vangos sind mächtig. Ihr Arm reicht  bis nach England und Russland.

Kunstvoll verbindet der Autor die Ereignisse und Personen und lüftet im Laufe des Buches einige wenige Geheimnisse. Vangos Eltern wurden auf einer Schifffahrt von ein paar Fischern ermordet. Der nur als Raub geplante Überfall eskaliert. Vango überlebt mit seiner Amme und wird von ihr auf einer kleinen Insel aufgezogen.  Aber warum trachtet ihm der russische Diktator Stalin nach dem Leben? Seine Tochter fragt sich, wer dieser Vogel ist, von dem er redet. Vango hat aber auch Freunde, die ihm helfen, die aber auch ihre eigene schwierige Geschichte haben.

Das Buch ist spannend, aber auch durch die vielen Handlungsstränge und Personen verwirrend. Die Handlung ist auf zwei Bände angelegt. Der Übersetzer Tobias Scheffel erhielt  dieses Jahr den Jugendliteraturpreis 2011.  Ich halte das Buch geeignet für ältere Jugendliche ab 14 und auch für Erwachsene.

Rixa, 14 Jahre

 

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