Pampa Blues

Rolf Lappert

Hanser, Februar 2012

256 Seiten, €  15,40

a 14 Jahre

 

 

 

Dieses Buch hat mich von Anfang an angesprochen, es erinnerte mich vom Cover her ein wenig an Tschick (von Wolfgang Herrendorf, deutscher Jugendliteraturpreis 2011) und der Name sowie Klappentext hörten sich echt gut an. Ich fand auch, dass das  Buch von der Idee her ganz gut ist, nur die Umsetzung war stellenweise langweilig und es war einfach zu wenig Handlung.

Die Bewohner eines Kaffs wollen bekannt werden und nicht in ihrer Einsamkeit versinken, deshalb heckt der reiche Visionist des Dorfes den verrückten Plan aus, eine Ufo – Landung vorzutäuschen, um Journalisten anzulocken. Bald darauf kommt tatsächlich eine junge Frau, deren Auto angeblich kaputt ist und repariert werden muss. Doch die ist gar keine Journalistin, sondern wegen etwas ganz anderem dort…

Es gibt viele lustige und teilweise peinliche Stellen mit den schrulligen Dorfbewohnern, und auch die süße Liebesgeschichte zwischen Lena, der angeblichen Journalistin, und dem Erzähler Ben, sorgt im Buch für Abwechslung – das alles hätte man zu einer unterhaltsamen Geschichte mache können, doch was hier ganz klar fehlt, ist Spannung und eine mitreißende Erzählweise. Ich hab die ganze Zeit darauf gewartet, dass was passiert, dass sich was verändert, aber selbst als ein Mord in dem Dorf aufgedeckt wird, scheren die Bewohner sich nicht groß drum. Sie versinken lieber hoffnungslos immer weiter in ihrer eigens erschaffenen Langeweile.

Vielleicht hat mich das Buch einfach nicht sehr interessiert, weil der Protagonist ein Mechaniker ist und dessen Leben sich ausschließlich um Reparaturen  und die Pflege seines Opas dreht, so ist es wahrscheinlich für Jungs spannender. Ab 12 Jahre.

Isabel, 15 Jahre

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