Kriegswinter

Jan Terlouw

Aus dem Niederländischen übersetzt von Eva Schweikart

Verlag Urachhaus, 2012

204 Seiten, € 14,90

ab 12 Jahre

 

 

Michiel lebt mit seinen Eltern, seiner großen Schwester Erica und seinem kleinen Bruder Jochem in de Vlank, einem kleinen Dorf in den von den Deutschen besetzten Niederlanden.  Eines Tages im Kriegswinter 1944/45 bittet Dirk, ein Nachbar, ihn um einen Gefallen. Er soll – falls bei einem Überfall etwas schief geht – einen streng vertraulichen Brief überbringen. Der Überfall geht natürlich schief und auch die Person, die den Brief erhalten soll, wird festgenommen. Was soll er nun tun? Kurzerhand liest er den Brief. Es geht um einen englischen Piloten, den Dirk in einer Höhle versteckt hält und der versorgt werden muss. Das ist jedoch gar nicht so einfach in einer Zeit, in der man nicht wissen kann,  wer vertrauenswürdig ist.

Der Autor Jan Terlouw erzählt sehr gut und einfühlsam die Geschichte eines mutigen Jungen, der alles daran setzt, Menschen zu helfen, die sonst von den Nationalsozialisten womöglich umgebracht werden. Aber auch er muss lernen, dass ein paar deutsche Soldaten auch ein gutes Herz haben und manche Niederländer, die ihm sogar sehr nahe stehen, Betrüger und Unterstützer der Besatzer sind. Dieses Buch kann ich jedem, der sich für Geschichte interessiert und 14 Jahre alt ist empfehlen.

Rixa, 14 Jahre

Dieser Beitrag wurde unter Rezensionen von Jugendlichen veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.