Requiem – missa pro defunctis (Amor-Trilogie, Band 3)

Requiem KLEIN

Lauren Oliver

Übersetzt von Katharina Diestelmeier

Carlsen, Januar 2014

400 Seiten, € 18,90

ab 14 Jahre

 

 

Lenas Gefühle stehen Kopf. Seit sie mit ihrem neuen Freund Julian in die Wildnis zurückgekehrt ist, zeigt ihr Ex-Geliebter Alex, den sie für tot gehalten hatte, ihr die kalte Schulter. Während sie noch mit ihren widerstreitenden Gefühlen für die beiden Jungen zu kämpfen hat, holen die Invaliden zu ihrem letzten finalen Schlag gegen die „Von-der-Liebe- geheilten“ aus. Und während Lena sich für ihren letzten Kampf vorbereitet, versucht ihre beste Freundin Hana zuhause in Portland ihr Leben als Geheilte zu leben.

Was ich ziemlich clever von der Autorin fand, war die Idee, den letzten Band auch aus der Sicht von Hanna zu schreiben. Hier wird der starke Kontrast zwischen Lenas Leben und Hanas Leben als Geheilte dargestellt: Während Lena in der Wildnis zwar frei ist,und doch jeden Tag hart um ihr Überleben kämpfen muss, führt Hana ein richtiges Luxus-Leben als Geheilte, ist sie doch die zukünftige Ehefrau des zukünftiges Bürgermeisters von Portland. Man merkt jedoch, wie erschreckend gefühlskalt die Welt ist, in der die Geheilten leben. Zudem fällt auf, dass Hana anscheinend doch nicht richtig geheilt sein kann, was man erst an kleinen und dann immer größer werdenden Handlungen und Reaktionen von ihr merkt, z.B. als sie beginnt, sich um Lenas Familie Sorgen zu machen und anfängt, sie mit Lebensmitteln zu versorgen, da diese nach Lenas Flucht in die Wildnis wegen ihrer Liebe zu Alex in einem richtigen Loch wohnen. Doch auch Lena entwickelt sich während der Geschichte und zweifelt an ihrem Vorhaben. Zum ersten Mal bemerkt sie, wie schwer es ist, zusammen mit zwei Jungs zu leben, mit denen man große Gefühle verbindet. Das Ganze wird auch noch durch Lenas Eifersucht angefacht, als ein Mädchen sich für Alex interessiert und er sich für sie. So ist es kaum verwunderlich, dass Lena sich mehr als einmal fragt, ob die Liebe vielleicht doch eine Krankheit sein könnte und es besser wäre sie auszulöschen.

Dem dritten und leider auch letzten Band gelingt es auf spannende Weise, die Amor Deliria-Triologie erfolgreich abzurunden und mit einigen überraschenden Aufdeckungen von Geheimnissen aufzuwarten.

Johanna, 16 Jahre

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