Der Tag, an dem ich zaubern lernte

Der Tag, an dem ich zaubern lernte, klein

Natalie Lloyd

Illustrationen von Joëlle Tourlonias

Übersetzt von Marion Hertle

bloomoon, Juni 2014

368 Seiten, € 14,99

ab 10 Jahre

 

Der Roman “Der Tag, an dem ich zaubern lernte”, von Natalie Lloyd, erzählt die Geschichte der lebhaften Felicity und ihrer Familie, die in das gemütliche Städtchen Midnight Gulch zu ihrer Tante ziehen. Nach den vielen Orten, die das Mädchen schon als Zuhause ansehen musste, da ihre Mutter als Malerin ständig neue Jobs annimmt, hofft Felicity endlich ein Zuhause für immer gefunden zu haben. Sie fühlt sich nämlich sehr wohl an dem besonderen Ort, wo sie auch ihren neuen besten Freund Jonah kennen, mit dem sie Abenteuer erlebt und vor allem viel über die faszinierende Geschichte Midnight Gulchs und auch über ihre eigene Familie erfährt. Was daran besonders ist, dass Felicities neue Heimat früher ein magischer Ort gewesen ist. Nun aber ist es ein trauriger Ort, da es in der Vergangenheit einen Streit zwischen zwei Brüdern gegeben hat, worauf die Magie verstummt ist. Felicity kann jedoch den Rest dieser Magie noch spüren und setzt alles daran, sie mit Hilfe ihrer Familie und Freunden Midnight Gulch wieder in seinem einstigen magischen Glanz erstrahlen zu lassen.

Durch den indirekten Erzählstil fällt es als Leser einerseits schwer, sich in die Situation der Protagonistin und in ein gesamte Handlung hinein zu versetzen, wodurch eine Distanz entsteht. Andererseits wird dadurch der Schwerpunkt auf die eigentliche Geschichte gelegt, die hauptsächlich von Midnight Gulch handelt. So ist man als Leser mehr ein Zuschauer, als ein Teilnehmer. Sehr gut finde ich, dass zu der Geschichte über den ganzen Roman hinweg immer wieder einzelne, wichtige Details hinzugefügt werden, wodurch die Spannung bis zum Ende hin bleibt. Manchmal ist die Handlung ein wenig ereignislos, zum Beispiel, wenn Felicity sich mit ihrer eigenen Magie beschäftigt. Dadurch geht das Abenteuerlustige, was zu Beginn vermittelt wird, teilweise verloren. Außerdem habe ich mir ein bisschen mehr Eigeninitiative von Felicity erhofft, da sie die Protagonistin ist und auch diejenige ist, die endlich das Rätsel des magischen Ortes lösen will. Es sind nämlich meistens die anderen, die erzählen, was Felicity wissen muss. Dennoch gibt es eine positive Veränderung zum Ende hin, die den Roman passend abschließt. Insgesamt, auch nach dem Titel zu urteilen, habe ich mehr spannende und actionreiche Handlungen erwartet. Eine schöne Geschichte zwar, aber mit zu viel indirekten Erzählungen.

Maria, 17 Jahre

Dieser Beitrag wurde unter Rezensionen von Jugendlichen veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.