Salt & Storm. Für ewige Zeiten

Salt & Storm KLEIN

Kendall Kulper

Aus dem Amerikanischen von Yvonne Hergane

448 Seiten, € 16,99

ab 14 Jahren

 

 

 

Schon seit Generationen verlässt kein Schiff den Hafen von Prince Island mit einem Talisman oder Schutz-Zauber der Roe-Frauen. Da ihre Mutter mit der Zauberei gebrochen hat, ist Avery nun die letzte ihrer Linie und versucht aus dem goldenen Käfig ihrer Mutter zu entkommen und zu ihrer Großmutter zurückzukehren, bei der sie ihre Hexen-Ausbildung zu Ende machen will. Doch die mächtigen Zauber ihrer Mutter, die sie nur eigens dafür verwendet, Avery von ihrer Großmutter fernzuhalten, hindern sie daran, dem Hexen-Dasein ein Stück näher zu kommen. Bei einer ihrer Spaziergänge auf den Docks ihrer Heimatinsel trifft sie auf Tane, der verspricht, den Fluch ihrer Mutter zu lösen, wenn sie ihm seine Träume deutet. Doch Avery hat neben den Fluchtversuchen vor ihrer Mutter noch ein weiteres Problem zu lösen, denn ein Traum hat ihr gezeigt, dass sie ermordet wird. Von nun an setzt sie alles daran, mit Hilfe von Tane zu ihrer Großmutter zu gelangen, denn sie ist die einzige, die ihr jetzt noch helfen kann.

Obwohl das Buch vom Verlag sehr vielversprechend beworben wurde (“Für alle, die an das Schicksal glauben – und daran, dass es einen Menschen für sie gibt”…) fand ich es insgesamt ziemlich dröge und enttäuschend. Avery ist für mich einfach nur ein hysterisches, überkandideltes Mädchen, das oft kopflos und ohne zu überlegen handelt. Auch die Szenen, die von Magie beeinflusst sind, haben mich nicht angesprochen, da beim Lesen kein richtiger Funke übergeflogen ist. Auch wenn die Liebesgeschichte zwischen Avery und Tane sich gefällig entwickelt und es am Ende ein dramatisches Finale für die beiden gibt, hilft dies jedoch nicht über die teils oft sehr uninteressanten und langweiligen Stellen hinweg. Das einzige was wirklich interessant ist, ist herauszufinden, ob Avery es schafft, zu ihrer Großmutter zu gelangen und ob sie ihr nach so langer Zeit der Trennung das Hexen beibringt, wobei das Ende in der Mitte des Buches bereits mehr als absehbar ist. Der letzte Teil des Buches dreht sich hauptsächlich um Averys und Tanes Liebesbeziehung und welche Gefahren die beiden noch wegen des Familien-Fluches der Roes zu überstehen haben. Hier kommt leider auch das letzte Mal noch etwas Spannung auf. Insgesamt ist es kein ansprechendes Buch und der Inhalt hat nicht das gehalten, was der Klappentext verspricht. Diejenigen, die auf eine wunderschöne, magische und spannende Geschichte gehofft haben, werden leider enttäuscht werden.

Johanna, 17 Jahre

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