Die wilden Schwäne

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Wolfgang und Heike Hohlbein

Mit Illustrationen von Ludvik Glazer-Naudé

bloomoon, September 2014

224 Seiten, € 12,99

ab 10 Jahren

 

 

Elisa lebt zusammen mit ihrem Vater und ihren elf Brüdern glücklich in einem Schloss. Doch ihr friedliches Zusammenleben wird gestört, als ihr Vater sich eine neue Braut nimmt und sich herausstellt, dass diese eine böse Hexe ist. In kürzester Zeit gelingt es ihr, alle in der Burg unter ihren Bann zu bringen; verwandelt Elisas elf Brüder in Schwäne und löscht jegliche Erinnerung des Königs an seine Söhne. Elisa, die als Einzige von dem Bann der Hexe verschont bleibt, macht sich an die schier unlösbare Aufgabe ihre Brüder zu retten.

Mit „Die wilden Schwäne“ haben Wolfgang und Heike Hohlbein das altbekannte Märchen von Hans Christian Andersen auf eine neue Weise erzählt. Dabei ist es sehr löblich, dass sich die Autoren so nah wie möglich an das Original gehalten haben. Tatsächlich kam es mir während des Lesens so vor, als ob die Autoren die Handlung des Märchens nur etwas ausführlicher beschrieben hätten. Erzählt wird das ganze aus der Sicht von Prinzessin Elisa, die als Einzige dem Bann der Hexe widerstehen kann und zunächst ohne Erfolg versucht, die anderen von den bösen Machenschaften der Hexe zu überzeugen. Dabei agiert sie am Anfang wie ein Kind, doch durch die vielen Zeitsprünge, die während der Handlung geschehen, wird Elisa reifer und handelt dementsprechend auch so. Die Handlung bleibt die ganze Zeit über spannend, weil immer wieder neue Überraschungen eingebaut werden und man genauso wie Elisa bangt, ob sie es rechtzeitig schafft,  die Brüder zu erlösen und den Bann der Hexe zu brechen. Eine kleine Liebesgeschichte kommt in der Gestalt des Prinzen Artos daher, auf den man schon sehr früh trifft. Jedoch spielt er erst am Ende der Geschichte eine größere Rolle, als er Elisa bei sich aufnimmt und die Liebesgeschichte zwischen den beiden sich richtig zu entwickeln beginnt.

Meiner Meinung nach ist „Die wilden Schwäne“ von dem bewährten Hohlbein-Duo eine wunderschöne Nacherzählung des alten Klassikers, der die Stimmung des Märchens während des Lesens  großartig widerspiegelt.

Johanna, 17 Jahre

 

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