Eleanor & Park

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Rainbow Rowell

Aus dem Englischen von Brigitte Jakobeit

Hanser, Februar 2015

368 Seiten, € 16,90

ab 14 Jahren

 

 

Als Eleanor neu auf seine Schule kommt, ist Park zunächst gar nicht begeistert von der Neuen, die im Schulbus auch gezwungenermaßen immer neben ihm sitzt. Doch sie haben eines gemeinsam: Sie sind beide Außenseiter. Während Park sich die Zeit im Bus mit Musik hören und Comics lesen vertreibt, ist Eleanor froh während dieser Zeit nicht gemobbt zu werden. Als sie beginnt, Parks Comics mitzulesen und er ihr dann auch wenig später welche ausleiht, nähern sich die beiden langsam an. Aus den ersten Annäherungen entsteht bald die ganz große Liebe.

Eine Liebesgeschichte, die mitten ins Herz trifft.                                                                              Wenn man die Geschichte liest, geschieht das mit einem weinenden und einem lachenden Auge zugleich. Denn die Story ist genauso traurig, wie fröhlich zugleich. Da ist zum einen Eleanor, mit der man während der gesamten Geschichte riesiges Mitleid hat. Nicht nur, dass sie in der Schule wegen ihres pummeligen Körperbaus und ihrer Männer-Kleidung gemobbt wird, sie wird auch zuhause von ihrem tyrannischen Stiefvater schikaniert und erfährt hierbei auch keine Unterstützung von ihrer Mutter. Nebenbei erfährt man, dass sie ein Jahr bei ihren Nachbarn wohnen musste, nachdem ihr Stiefvater sie nach einem seiner Wutanfälle aus dem Haus geworfen hat. Dementsprechend ist es nicht verwunderlich, dass sie wenig bis gar kein Selbstbewusstsein hat und es ihr am liebsten ist, wenn man sie in Ruhe lässt.

Parker wird zwar nicht gemobbt, gehört aber in seiner Stufe nirgendwo dazu. Als er zum ersten Mal auf Eleanor im Schulbus trifft, die auch schon gleich von den anderen aufgrund ihres Aussehens gehänselt wird und fiese Sprüche über sich ergehen lassen muss, ist von Liebe zwischen den beiden erst mal nichts zu erkennen. Eher gezwungenermaßen muss sich Eleanor neben Park setzen, der auch gleich erst einmal signalisiert, dass er mit ihr nichts zu tun haben will, was Eleanor nur recht ist. Erst als Park bemerkt, dass Eleanor seine Comics mitliest, entwickelt sich zwischen den beiden erste Annäherungen, die sich dann langsam in eine Liebesbeziehung entwickeln. Dennoch merkt man während der Geschichte, dass Eleanor trotz ihrer Liebe zu Park immer noch unsicher ist und sie es nie ganz fassen kann, dass er mit ihr zusammen sein will. Die übrigen Hänseleien ihrer Mitschüler tun ihr übriges, auch wenn sie in zwei ihrer Klassenkameradinnen so etwas wie Freundinnen findet.

Park ist meiner Meinung nach am Anfang seiner Beziehung mit Eleanor  kein toller Freund, da er sich nicht traut, seine Beziehung zu ihr öffentlich zu machen, um nicht wie Eleanor unter Beschuss zu geraten. Dies ist der einzige Punkt, der mich an Parks Verhalten richtig gestört und der sich aber zum Glück während des Verlaufs der Geschichte auflöst. Eleanor ist von den beiden ganz eindeutig diejenige, die es am schwersten hat. Neben ihren Problemen in der Schule und Zuhause muss sie nun auch noch die Beziehung mit Park vor ihrem gewalttätigen Stiefvater verbergen. Auch Park vertraut sie eine lange Zeit nichts von der Situation Zuhause an. So steht dieses Geheimnis immer zwischen ihnen, bis es zum großen Knall in der Geschichte kommt, die Eleanors Beziehung zu Park auf eine große Probe stellt. Ob Eleanors und Parks Geschichte gut ausgeht oder ob sie an ihren Problemen zerbricht, müsst ihr jedoch selbst herausfinden.

Ich würde dieses Buch auf jeden Fall allen empfehlen, die John Greens „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ gemocht haben und auch sonst gerne Liebesgeschichten lesen.

Johanna, 18 Jahre

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