T.R.O.J.A. Komplott

62025_Troja (2) KLEIN

Ortwin Ramadan

Coppenrath, Januar 2015

384 Seiten, € 16,95

ab 14 Jahren

 

 

 

In Nicos Welt ist es oberste Priorität gesund zu bleiben. Dafür sorgen die Nano-Bots in den Blutbahnen, die sämtliche Gesundheitsdaten speichern und sogar kleine Operationen vornehmen können. Als es Nico an seinem Abschlusstag an der FBI-Academy verwehrt bleibt, ein FBI-Agent zu werden, denkt er, dass sein Traum ausgeträumt sei. Doch dann wird er von Henderson für das Troja-Projekt angeworben, dass mit der Gesundheitstechnologie einen Schritt weiter geht. Denn mit den neuen Nanobots ist es möglich, die Menschen durch ihre eigenen Augen zu observieren und sie rechtzeitig zu verhaften, bevor sie etwas anstellen. Nico ist begeistert, denn durch diese Weise können Terrorismus und Kriminalität deutlich vermindert werden. Dennoch fragt er sich warum die 20-jährige Beta, die er als Zielperson beobachten muss, auf der Liste der Verdächtigen steht. Als er beginnt nachzuforschen, macht er eine unglaubliche Entdeckung.

Observierung ist in unseren fortgeschrittenen technischen Zeiten nichts Ungewöhnliches mehr (bedenke man den Edward-Snowden Fall, der auch im Buch kurz angesprochen wird). Nun ist in dieser Science-Fiction Geschichte eine neue Art der Beobachtung zu sehen, nämlich die, die durch kleine Maschinen im Körper verursacht wird. Auch wenn die Nanobots zuerst (wie jede andere Technologie auch) als etwas Positives dargestellt werden, da sie für das Gesundheitswesen des Menschen unerlässlich sind, so merkt man doch schnell, dass diese auch viele Nachteile bergen. Somit sind Produkte wie Kaffee als Drogen bekannt und dürfen, wenn überhaupt, nur in Maßen eingenommen werden. Man muss, je nachdem welche Gesundheitswerte man hat, bestimmte Sachen essen und darf keine medizinische Voruntersuchung missachten, da dies ansonsten bestraft wird. Für jemanden, der gerne Süßigkeiten isst oder Lust auf ein richtig gutes Steak hat und diese Dinge nicht essen darf, weil er nicht die richtigen Werte dafür hat, eine grauenhafte Vorstellung.

In der Geschichte des Autors aber völlig normal und erste Priorität, da gesund zu sein und seine Gesundheitswerte im grünen Bereich zu halten Pflicht ist. Das Troja-Projekt geht mit den neuen Nanobots im Bereich der Beobachtung einen Schritt weiter, denn dadurch, dass sich die Nanobots an den Sehnerv anschließen können ist es möglich, Leute durch ihre Augen direkt zu beobachten. Durch Nicos Sicht der Dinge ist man sich zunächst der Vorteile dieser Technik bewusst, wenn man sich vorstellt, wie weit die Kriminalität dadurch zurückgehen könnte. Andererseits weiß man auch, dass dies ein schwerer Eingriff in die Privatsphäre anderer Leute ist. Nico kann sich jedoch damit erst mal rechtfertigen, dass die Leute bzw. die Person, die er beobachtet, schwer kriminell sein soll. Dabei ist sein Schwur immer gegen das Böse zu kämpfen, den er einst am Grab seines toten Vaters machte, prägend für sein Handeln. Doch als er hinter die wahren Absichten des Troja-Projekts kommt, wird auch ihm nach und nach klar, dass diejenigen, die sich ihm als die Guten präsentieren, die eigentlichen Bösen sind. Da die Geschichte nicht nur Nico in den Focus stellt, sondern auch was mit Beta und den Geschehnissen rund um das Troja-Projekt passiert, hat man während der Handlung immer eine überschaubare Übersicht über die Geschehnisse. Auf jeden Fall ist dieses Buch für alle ein toller Schmöker, die gerne spannende Science-Fiction Geschichten verbunden mit aktueller und brisanter Thema lesen.

Johanna, 18 Jahre

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