Der Buxtehuder Bulle 2016 geht an Tamara Ireland Stone „Mit anderen Worten: ich“

Der renommierte Jugendliteraturpreis Buxtehuder Bulle 2016 geht an Tamara Ireland Stone „Mit anderen Worten: ich“, erschienen im magellan Verlag in der Übersetzung von Sandra Knuffinke und Jessika Komina (336 Seiten, € 16,95, ab 14 Jahren). Die Bürgermeisterin der Hansestadt Buxtehude, Katja Oldenburg-Schmidt, gab das Ergebnis am Donnerstagabend, 31. August, gleich nach der Live-Auszählung der Jury-Stimmen im Buxtehuder Stadtteilzentrum Stieglitzhaus bekannt.

Die US-amerikanische Autorin hatte schon im Vorfeld der Auszählung auf den Sozialen Medien wie Instagram das Treiben um den Buxtehuder Bullen verfolgt. Und kommentierte spontan auf Instagram: „I’m in SHOCK!! Vielen Dank!!“ Beim anschließenden Gespräch mit Organisatorin und Stadtbibliotheksleiterin Ulrike Mensching zeigte sie sich begeistert. Sie sei sehr dankbar für die Auszeichnung und versprach, zur Preisverleihung nach Buxtehude zu kommen.

In Tamara Ireland Stones „Mit anderen Worten: ich“ kämpft Samantha gegen die Angst, als verrückt abgestempelt zu werden. Denn Worte sind nicht Samanthas Freunde. Im Gegenteil: In endlosen Gedankenschleifen verfolgen sie Sam und hindern sie daran, ein unbeschwertes Leben zu führen. Sam verheimlicht ihren täglichen Kampf. Nur Caroline sieht hinter Sams Fassade und lädt sie ein, sich einem geheimen Dichterklub anzuschließen. Hier erlebt Sam zum ersten Mal die befreiende Kraft von Worten und kommt sich endlich selbst wieder nahe. Als sie sich in den klugen, zurückhaltenden AJ verliebt und gerade beginnt, vorsichtig auf ihr neues Glück zu vertrauen, stellt eine unerwartete Entdeckung alles infrage.

Tamara Ireland Stone wuchs im Norden Kaliforniens auf. Sie hat weite Teile Südostasiens und Teile Europas bereist. Inzwischen hat sie entdeckt, wie schön es ist, beim Schreiben an diese Orte zurückzukehren. Tamara Ireland Stone ist Mitbesitzerin einer Marketingagentur in Silicon Valley und lebt mit ihrem Mann und ihren beiden Kindern in der Bucht von San Francisco. „Zwischen uns die Zeit“ ist ihr erster Roman und wurde in 16 Sprachen übersetzt.

Gewinnerin und Siegertitel hatten knapp bei den jugendlichen Juroren die Nase vorn. „Ihr habt euch am Ende mit eurem Votum durchgesetzt“, sagte Bürgermeisterin Katja Oldenburg-Schmidt. Ulrike Mensching  ergänzte: „Ein wirklich spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen“.

Ausgewählt hatten die 22 Jury-Mitglieder – bestehend aus elf jugendlichen und elf erwachsenen Juroren – aus einer Shortlist von fünf nominierten Titeln, neben dem Siegertitel noch: Isabel Abedi „Die längste Nacht“, Eric Lindstrom „Wie ich dich sehe“, Jason Reynolds und Brendan Kiely „Nichts ist okay!“ und Annabel Wahba „Tausend Meilen über das Meer“.

Aus rund 90 Titeln des Erscheinungsjahres 2016 hat die Jury des Jugendliteraturpreises fünf Bücher in die engere Auswahl genommen. „Die Vielfältigkeit, aber auch die Kraft dieser Bücher haben beeindruckt. Ein guter Spiegel für die Themen, die die Jugend bewegt“, sagte Buxtehudes Bürgermeisterin Katja Oldenburg-Schmidt beim Preisentscheid.

Der Jugendroman ist außerdem für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2017 nominiert.

Über den Preis

Der Buxtehuder Bulle ist einer der renommiertesten und traditionsreichsten deutschen Literaturpreise. Er wurde 1971 von dem Buxtehuder Buchhändler Winfried Ziemann initiiert. Der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert. Ziel des Buxtehuder Bullen ist es, Jugendliche für das Lesen zu begeistern und die Verbreitung guter Jugendbücher zu fördern. Durch die traditionell paritätische Zusammensetzung der Jury aus elf Jugendlichen und elf Erwachsenen bildet der Preis seit über 40 Jahren erfolgreich die Schnittstelle zwischen literarischer Qualität, Lektürevorlieben Jugendlicher sowie Themen, die Jugendliche und Literaturexperten gemeinsam bewegen. In seiner Zielsetzung und seinem Verfahren ist der Preis einzigartig im deutschsprachigen Raum.

Text: Stadtbibliothek Buxtehude mit Ergänzung von “Bücher leben!”

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