23. April 2013 Welttag des Buches – Ich schenk Dir eine Geschichte: Der Wald der Abenteuer

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Jürgen Banscherus

mit Illustrationen von Gerhard Schröder

cbj, April 2013

128 Seiten, ab 10 Jahre

per Gutschein kostenlos in Buchhandlungen erhältlich

 

 

Am 23. April jährt sich zum 17. Mal der Welttag des Buches – Initiiert von der Stiftung Lesen gemeinsam mit dem Börsenblatt des Deutschen Buchhandels, dem Verlag cbj und mit Unterstützung der Deutschen Post AG und dem ZDF können die 4. und 5. Klassen über den im Vorfeld angemeldeten Buchgutschein in ihrer Buchhandlung das Welttag-Buch abholen. Dabei binden engagierte und weitsichtige Buchhändler diese Leseförderung-Aktion beim Abholen mit einer netten Rahmenveranstaltung ein.

Also hier der Aufruf an die Schulen, die kurze Frist bis zum 23. April dazu zu nutzen, sich das diesjährige besonders spannende Buch mit dem Aktionsgutschein zu sichern.

In den letzten Jahren war das Welttagbuch, das den Obertitel „Ich schenk Dir eine Geschichte“ trägt, oft eine Anthologie zu einem bestimmten Thema, wie z.B gesammelte Geschichten um Freundschaft, Abenteuer, Mut, Fantasy usw. In diesem Jahr ist es nun eine abgeschlossene Geschichte mit dem von Jürgen Banscherus mit dem gruselig-unheimlichen Titel „Der Wald der Abenteuer“. Der bekannte und vielfach ausgezeichnete Autor, der durch Bücher wie den Kaugummi kauenden Detektiv „Kwiatkowski“, „Keine Hosenträger für Oya“, „Davids Versprechen“ oder „Novemberschnee“ bei jugendlichen Lesern bekannt ist, entführt den Leser auf eine spannende und gruselige Klassenfahrt.

Die 5b machen sich zu einer fünftägigen Klassenfahrt nach Ulmental auf. Ein Ort, der nicht besonders aufregend klingt und am Ende der Welt zu liegen scheint, zudem müssen alle elektronischen Unterhaltungsgeräten zu Hause bleiben. Trotzdem ist so eine Klassenfahrt ein abwechslungsreiches und spannendes Unternehmen und eine gute Möglichkeit, außerhalb des Unterrichts sich zu beweisen. So will Greta zum Beispiel unbedingt zu der Mädchenclique in ihrer Klasse gehören und hofft, dass sie auf der Klassenfahrt zeigen kann, das sie gar nicht so langweilig ist, wie die anderen von ihr denken. Hannes kämpft mit der Tatsache, dass er immer dann, wenn eine Situation brenzlig und gefährlich wird, er den Mut verliert und kneift. Deshalb schließt Hannes mit seinem Klassenkameraden Amadeo die verhängnisvolle Wette ab, dass er während der geplanten Nachtwanderung für eine Stunde verschwinden wird, ohne dass es jemandem auffällt. Der Wetteinsatz ist sein wertvolles Smartphone, für das seine Mutter eine Ewigkeit gespart hat und auf das Amadeo schon lange scharf ist. Obwohl Hannes weiß, dass ihm seine Mutter den Kopf abreißt und bitter enttäuscht sein wird, wenn er es aus diesem Grund abgibt, hält er an der Wette und dem Einsatz fest. Tatsächlich gelingt es Hannes während der Nachtwanderung unbemerkt zu verschwinden. Was er allerdings nicht weiß ist, dass auch Greta sich von der Gruppe abgesetzt hat. Durch einen Zufall treffen die beiden sich und gemeinsam versuchen sie wieder ihre Klasse zu finden. Doch die scheint verschwunden, im Wald ist es dunkel und ausgerechnet jetzt zieht ein schweres Gewitter zusammen. Was sollen die beiden machen, in irgendeine Richtung laufen und hoffen, irgendwann auf die anderen zu treffen? Werden sie überhaupt gesucht?

Jürgen Banscherus ist es mit seiner knappen und pointiert gezielten Sprache gelungen, in dem Klassenausflug der 5b eine spannende Geschichte gelungen, die in der leicht schaurig-gruseligen Nachtwanderung und der nachfolgenden Suche von Hannes und Greta nach ihrer Klasse den Höhepunkt findet. Mit wenigen Worten kann Banscherus eindrucksvoll Gefühle und Situationen beschreiben, in die man sich mühelos hineinversetzen kann und die jeder Schüler kennt. Diese Nachtwanderung bleibt im Gedächtnis, nicht nur beim Lehrer, dem zum ersten Mal passiert, dass ihm Schüler verloren gehen. Sie bleibt ebenso bei den Schülern in Erinnerung, weil sie von Mut, Freundschaft und Vertrauen erzählt und das das viel wichtiger ist, als irgendeine Wette zu gewinnen oder in einer In-Clique zu sein. Und das, ohne pädagogisch oberlehrerhaft zu sein, sondern einfach nur spannend und auch für Büchermuffel in einer leicht zu lesenden und lockeren Sprache.

Eine tolle Geschichte von Jürgen Banscherus, die fesselnd ist und Spaß beim Lesen macht, mit passenden Illustrationen von Gerd Schröder untermalt und ein guter Grund, nicht nur am 23. April den Weg in die nächste Buchhandlung zu suchen.

Das Cover deutet bereits daraufhin, dass dieses Buch schaurig-unheimlich spannend wird…

Sabine Hoß

Bewertung:

 

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